Julius-Club: „Sommer der blauen Wünsche“ – Rezension

Die Geschichten von Antje Babendererde begleiten mich schon seit meiner frühen Jugendzeit.

Ich habe jedes ihrer Bücher gelesen und freue mich das „Sommer der blauen Wünsche“ dieses Jahr eines der Juliusclub Bücher ist.

In ihren Romanen geht es viel um die Charaktere und so ist es auch kein Wunder, dass die Protagonistin in diesem Buch auch ihre eigene persönliche Reise hat.

Diesmal entführt Antje Babendererde ihre Leser erstmals ins raue Schottland.

Die Hauptprotagonistin ist die sechszehnjährige Carlin Schwarz, die nach ihrem Schulabschluss aus Berlin zur Großmutter an die Nordküste Schottland nach Caladale flüchtet.

Weit weg von den Problemen ihrer Mutter, die an einer Bipolare Störung leidet.

Carlin fühlt sofort die Verbindung zu dem kleinen Küstenstädtchen Caladale, dessen magische Natur sie in den Bann zieht. Genauso wie die Menschen vor Ort. Besonders ihre Großmutter Gran Silke und Mika sind mir sehr sympathisch aufgefallen.

Antje Babendererde lässt die Leser wunderbare Einblicke in die schottische Lebensart gewähren. Man merkt, dass Antje Babendererde für die Recherche vor Ort war und ihre Begeisterung für das Land und die Kultur.

In Caladale lernt  Carlin auch Arran Mackay kennen. Arran sitzt nach einem tragischen Unfall im Rollstuhl und ist zweifellos der nervigste Schotte der ganzen Grafschaft. Zudem ist er gleichgültig allem und jedem und auch sich selbst gegenüber. Obwohl Carlin und er nicht unterschiedlicher sein könnten, freunden sich die Beiden langsam an.

Durch Arran  erfährt Carlin mehr über das Land, aber auch, wie die Vergangenheit der Clans bis heute das Leben der Bewohner Caladales bestimmt. Denn in Caladal bannen sich Veränderungen wie Sturmwolken am Horizont zusammen. Plötzlich muss Carlin eine große Entscheidung treffen und erkennen, dass sie vor ihrer eigenen Vergangenheit nicht fliehen kann.

Ich empfehle dieses Buch für Jugendliche ab 14 Jahre. Themen die in diesem Buch angesprochen werden sind  Unfall, Behinderung, Trennung und Tod, aber auch Mut, Liebe und eine Priese schottischer Humor.

JR, Kinderbibliothek Wolfsburg

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